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Fehlermeldung

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John Gabriel Borkman (Andrea Breth, 2013)

Taxonomie: 

Die Eingangstüren des Theaters schließen sich. Der Theaterraum ist in Schwarz getaucht. Musik setzt ein und man starrt in die dunkle Fülle des Raumes. Der Vorhang geht langsam auf, führt nach oben und die Bühne ist plötzlich in grelles Licht gesetzt. Links auf der Bühne eine Couch mit Stuhl; Rechts auf der Bühne ein weiterer Stuhl. Ansonsten absolute Leere umrahmt von historisierter Architektur mit korinthischen Säulen – grau, leblos, alt. In diesem Setting sind zwei weibliche Figuren, Geschwister gesetzt, die sich nach vielen Jahren wieder begegnen; Beide im Grunde genommen auf der Bühne auf sich alleine gestellt; ihr Schauspiel ausgestellt: überhöht, übertrieben, aber in jedem Fall die Leere der Bühne füllend. 2. Akt: John Gabriel Borkman in seinem Zimmer seitdem er aus dem fünfjährigen Gefängnisaufenthalt nach Hause zurück gekehrt ist: seit acht Jahren geht er dort von links nach rechts, auf und ab. Sein einziger Besuch ist die kleine Frida, die Tochter seines letzten Gehilfen oder wenn man so sagen will, seines letzten Freundes; diesen vergrault er in diesem Akt auch noch erfolgreich. In seinem Zimmer befindet sich ein nicht gemachtes Bett, ein Arbeitstisch, umrahmt von Büchern, auf der rechten Seite und links davon ein altes Familienklavier auf dem die kleinen Frida übt. 3. Akt: Alle Figuren finden im Raum des 1. Aktes zusammen: Mutter, Vater, Tante, Sohn, und Geliebte. Der Sohn offenbart seine Flucht vom Elternhaus; hinaus aus der Atemlosigkeit und hinein ins Leben, in die große weite Welt. Die anderen versinken nahezu in Schockstarre; die Tante kurz vorm Sterben; die Mutter tief gebrochen; der Vater völlig wirr und selbstreflektierend. Aus diesem psychischen belastbaren Spiel führt nur der Weg nach Draußen: 5. Akt. Dort ist das Licht = Dämmerung und drei schemenhafte Figuren suchen sich ihren Weg durch die Zeit; der Vorhang sich langsam senkend; die Figuren wie zerstörte im Halbdunkel – allein, distanziert in karger Mondlandschaft. (T.O.)

Quellen und Verweise: 

John Gabriel Borkman, Regie: Andrea Breth, Frankfurt am Main: Schauspiel 20.05.2013; (Orig. UA 12.04.2013).