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Cinderella (Patrick Touzeau, 2013)

Taxonomie: 

Zwischen Konvention und Modernität: Die Kontrastierung von klassischen Ballettelementen und zeitgenössischen Ausdruckstanz kommt in einer besonderen Mischung zum Tragen – wechselhaft, variantenreich. Patrick Touzeau gelingt mit seiner Interpretation eine Variante von Fetisch durchzogen: zwischen Lack und Leder; Seidenanzügen und hautengen Kostümen. Der Körper und seine Plastizität in diese zarte Märchengeschichte hineininterpretiert. Das ist Tanztheater auf aller höchstem Unterhaltungsniveau – übertrieben, gefühlsbetont, laut und ausdrucksstark. Die Stiefschwestern als völlig abgedrehte Frauenfiguren in einem Ausdruckstanz zu sehen, dessen Verrenkungen Augenschmerzen beim Betrachtenden hervorrufen. In die Pause hinein ziehen sie die Verrenkungen und betrunkenen Gesten durch und transportieren die Handlung in das Publikum hinein, teilen die Geschichte mit ihm: Anne Jung und Keiko Okawa stürzen hinein in diese fiesen Charaktere. Cinderellas Transformation vom hässlichen Entlein zur Ballettdame werden von zwei Darstellerinnen getragen: Mariya Bushnyeva und Hiroh Asami. Die beiden Tanzstile vereinigen sich im Kontrast zueinander und bilden das Verständnis von der Individualität der Tanzstile, Körperkonstitutionen und Tanzfähigkeiten. Gleichzeitig stilisiert sich daran der Wandel der Figur in signifikanter Art und Weise. Das Wechselspiel zwischen dem Wunsch eines Prinzessinendaseins und der tatsächlichen Unterdrückung durch die Stiefschwestern spielt sich auf wunderbar heraus. Prokofjew wird durchzogen von Rock- und Popmeldodien des Christian Grifa – laut, empörend, lebendig. Viel läuft da zusammen auf der Bühne und springt in den Betrachtenden hinein, bleibend, prägend. (T. O.)

Quellen und Verweise: 

Cinderella, Regie: Patrick Touzeau, Mainz: Staatstheater 13.12.2013; (Orig. UA 19.10.2013).