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Grab Michelangelo Antonioni (1912–2007)

Taxonomie: 

Ein kleines Steinhäuschen mitten in einem riesigen Friedhof zwischen anderen Gräbern und Steinen. Ferrara. Abseits. Am Ende des weiten Ortes. Das Grab von Michelangelo Antonioni. Ein Regisseur. Natürlich nicht irgendein Filmemacher, sondern einer der oder den Italien geprägt hat – zumindest das 20. Jahrhundert. Es ist wunderbar an solchen Orten zu sein, weil man begreift, dass hinter diesen Filmen, hinter diesen Werken ein menschliches und zumindest körperlich sterbliches Wesen steckt. Ein wunderbarer Traum, der mich befällt und vielmehr zufällig sind wir hier gelandet, gar nicht so gezielt oder bewusst haben wir diesen Ort gesucht. Der Zufall hat uns an diese Stelle geführt und treibt in mir die Lust an, mich noch näher mit diesem Mann zu beschäftigen. Es scheint mir in diesem Moment viel wichtiger zu sein als alles andere und dafür lohnt es sich an diesem Ort zu sein, um fasziniert, um interessiert zu werden. Es macht ja keinen Sinn ihm zu huldigen, ihn zu feiern, nur weil ich hier vor seinem Grab sitze und schreibe. Es ist doch viel wichtiger, etwas aus dieser zufälligen Begegnung mitzunehmen und zu spüren, dass sich solche Begegnungen zwischen Leben und Tod durchaus lohnen. (T.O.)

Quellen und Verweise: 

Ferrara: 26.03.2012.