Twitter RSS Flickr

C'est tout ce que j' aime (Ich liebe es)

Taxonomie: 
Ein Essay

Film als Teil des Lebens. Die Filme meines Lebens. Das Leben mein Film. Über Film schreiben. Nur wie? Über Film nachdenken. Nur wie? Was bedeutet das Medium Film für einen selbst? Was bedeutet es den Andern? Was bedeutet es sich selbst? Was kann man darüber schreiben, denken, sprechen?

Der Film und meine Welt. Ich und der Film. Der Film und mein Gesicht. In Großaufnahme mein Gesicht. Bewegung. Mein Gesicht und ein Film. Ich und mein Wort, meine Gedanken, meine Emotionen. Ich habe Angst. Ich fürchte mich. Ich stottere vor mich hin. Film! Film! Film! Mehr als das, was es ist; mehr als das, was es sein will. Viel mehr als das, aber letztlich nicht mehr Wert als es selbst. Film für sich. Film für mich. Das Medium für sich selbst. Mehr oder Weniger. Film ist […] Gedankenfülle. Wissbegierig. Untröstlich. Ein Schoßhund. Eine Katze Abseits des Weges. Ein Vogel am rechten Bildrand. Eine Fliege im Gesicht. Ein Regentropfen auf dem Mund. Ein lasziver Kuss. Was noch? Aufs Ende zu; zum Ende hin; bis ins Endlose hinauf und wieder hinab. Rote Lippen schmollend; Hose öffnend und die Klänge der Stille kontern den Klängen der fortrennenden Zeit. Film! Film! Film! Ich sehe. Ich starre. Ich folge den Bildern. Ich blicke. Ich stolpere durch montierte Abfolgen. Ein Schauspieler. Ein Kameramann. Ein Regisseur. Eine ganze Filmcrew. Technik… Film ist nicht nur Magie, nicht nur Zauber, nicht nur Glanz. Film hat alles Abgefilmte ausgefilmt, überfilmt und etwas Filmisches entworfen. Ich liebe den Film deshalb, weil […] der Film gezeigt hat, was gezeigt werden musste und gezeigt werden wollte. Auch der Zuschauer hat gesehen, was gesehen werden musste und gesehen werden wollte. Die Faszination für den Film. Man blickt in die Welt und sieht den Film; man blickt in den Film und sieht die Welt. Die ganze Welt in meinem Gesicht. Film als Spiegelbild des Selbst:

Film gesehen; Film interpretiert; Film emotional abgehackt. Den Film lieben; den Film hassen. Egal. Film bleibt. Film existiert. Film als Handlungsablauf. Gottesfürchtiger Film. Auch ohne mich. Auch ohne mich. Ohne mein Gesicht. Die Welt ohne mein Gesicht. Wie man über den Film schreiben kann? Genauso wie man darüber fühlen kann. Oder nicht? Der Film und mein Gefühl. Das Gefühl und mein Film. Das Auge trifft auf mein Gefühl. Gedankenlos. Fern von der Zeit. Mein Film und mein Auge. Ein Auge im Kopf; ein Auge selbst gesehen. Was denken und schreiben, wenn man nichts mehr fühlen; wenn man nichts mehr verstehen kann? Wie darüber schreiben? Wie über Film schreiben? Damit. Dadurch. Darüber. Deswegen. Alles mögliche. Alles. Mein kleines Gesicht vor dem Film. Ich sehe mich selbst. Der Film ein Spiegel. Ich und der Film mit meinem Gesicht. Ein Abbild der Welt; der Zeit. Ein Zeitbild. Der Film und mein Gesicht. Das Gesicht und meine Worte. Der Film und meine Schrift, mein Schreiben, meine Zeit… mein Alleinsein… mit dem Film möchte ich immer allein sein; eingeschlossen in einem großen schwarzen Raum; umschlungen. Die Magie des Films. Die Worte des Films. Mein Thema der Film.