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Lost Weekend, The (Billy Wilder, 1945)

Land: USA
Regie: Billy Wilder
imdb.com
Taxonomie: 

Not a drinker, a drunk, an alcoholic. Das ist Dan Birnam. Seine Geschichte bzw. ihre Geschichten sind Thema eines Films von Billy Wilder: 1945 in New York, ein langes Wochenende. Dan Birnam ist ein Alkoholiker und ein Schriftsteller, eine zwiegespaltene Persönlichkeit, bei der Don der Alkoholiker zumeist der Sieger bleibt. Von Happy End kann keine Rede sein, aufgeschoben ist nicht aufgehoben und das geplante aber nie verfasste Buch The Bottle ist noch immer nicht begonnen. Billy Wilder und Ray Willand geben einer Sucht ein Bild, das es in der Form zu diesem Zeitpunkt im amerikanischen Kino noch nicht gegeben hat – tiefgründig, ehrlich, ambivalent. Dabei begibt sich die Inszenierung weniger auf die Suche nach Gründen für Dans Alkoholismus, sondern auf die Analyse der Konsequenzen für sich und sein Umfeld. Zwischenmenschliche Beziehungen sind in diesem Schema nur dann möglich, wenn die anderen sich aufopfern, für jemanden der ihre Gefühle und Leben nicht mehr respektieren kann. Der Alkoholiker nimmt keine Rücksicht auf sein Gegenüber. Er ist mit seiner Sucht und dessen Befriedigung allein, niemand nimmt daran teil: stets auf der Suche nach dem nächsten Drink. Die Stadt New York ist eine örtliche Festlegung und steht ein Stück weit für die Identität von Dan Birnam, der sich als Schriftsteller realisieren will, aber der Alkohol sein Leben bestimmt, definiert – gescheitert, depressiv, selbstzweifelnd. Seine Geschichte, die sich in anderen Straßen, anderen Häusern, anderen Wohnungen hunderte Male in New York wiederholt. Mit seiner Krankheit nicht der Einzige sein und doch von der Gesellschaft isoliert, verspottet. Die gesellschaftliche Akzeptanz von der Alkoholsucht als ernstzunehmende Krankheit ist genauso Thema des Films wie die Möglichkeiten der Heilung. Alles um die Figur Dan Birnam kreisend; Willand so hinein getaucht in ihn, dass ich nicht die Augen von ihm lassen kann – exzentrisch, manisch, phantasierend. Er denkt stets an den nächsten Schluck, sein ganzer Körper, sein ganzes Denken giert danach. Mit zunehmender Dauer des Films ist das Schauspiel ausgezehrt von Alkoholmissbrauch – gebrochen, süchtig, suchend. Im Selbstmitleid versinkt die Figur, intensiver formt sich Willands Schauspiel nach außen: halluzinierend, umherirrend in der Stadt, hilflos, kümmerlich... (T.O.)

Quellen und Verweise: 

The Lost Weekend, Regie: Billy Wilder, DVD-Video, Universal Pictures 2012, Kriftel: 06.04.2014; (Orig. US 1945).