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Skyfall (Sam Mendes, 2012)



Land: Großbritannien
Regie: Sam Mendes; Drehbuch: Neal Purvis, Robert Wade, John Logan, Ian Fleming; Kamera: Roger Deakins; Musik: Thomas Newman; Schnitt: Stuart Baird
Darsteller: Daniel Craig, Judi Dench, Javier Bardem u.a.
imdb.com
Taxonomie: 

Erste Lektüre: Tatsächlich war ich das erste Mal im Kino für einen James Bond Film. Trotzdem kenne ich einen Großteil der Reihe. Dieser Teil übertrifft jedoch das bisher Gesehene. Für mein Befinden steckt alles in diesem einem Film, was der Charakter all die Jahre verkörpert; ungeachtet der Darstellenden. Das obwohl oder (des)wegen seinem vorgetäuschten und fast glaubhaft inszeniertem Tod. Plötzlich ist er aus Liebe zu seinem Land oder Liebe/Aufrichtigkeit zu M, seinem Beruf wieder da. Das ist schon eine prägnante Aussage. Er lässt die Chance außer Acht ein Leben abseits eines Geheimagenten zu führen und entscheidet sich für sein land. Damit fällt auch die Entscheidung für das Offenlegen seiner Vergangenheit. Das tut der Interpretation des Bond von Daniel Craig absolut gut. Dadurch bekommt er Tiefe, die durch Witz enorm erhellend wirkt und meines Erachtens endlich dem charismatischen Schauspieler gerecht wird. Aber es gibt da noch einen anderen Darsteller, der nicht nur hier einen richtig perfiden Bösewicht zu inszenieren weiß: Javier Bardem par excellence. Die Sequenz seines ersten Auftritts stellt diese Schauspielkunst auf beeindruckende Weise aus: Stück für Stück nähert er sich der Kamera und besticht durch Gestik sowie Mimik, die ihm eingeschrieben ist, ihn erkennbar macht. Im Konnex mit der Handlung liefern alle Darstellenden hohe Bond-Film-Kunst. (T.O.)

Zweite Lektüre: Erneut tauche ich ein in den Mythos James Bond, erneut in die Interpretation dessen durch eine Inszenierung von Sam Mendes. Und genau dieser schafft es wieder aufs Neue sich zu wandeln, neu zu definieren. Daniel Craig war ein Glücksgriff für die Auffrischung der Filmfigur vor Casino Royal. Mit Skyfall übertrifft sich nicht nur Craig – kämpferisch, fehlbar, leidenschaftlich, charismatisch. Skyfall hat extrem viele Höhepunkte und bietet vor allen Dingen alle Facetten, die die Figur James Bond zu bieten hat auf höchstem Niveau. Man kann diesen Film nicht nicht mögen, weil am Ende eine übertriebene, überladene (Kriegs)Orgie stattfindet, eine Waffengewalt sondergleichen. Bomben, Explosionen, Hubschrauber à la Apokalypse Now... All das bietet der Film in diesem Moment auf und all das negiert sich, weil es völlig sinnlos erscheint, nichts führt damit zum Ziel. Auch der Schmerz des Bösewichts wird durch alle Kugelgewalt nicht gestillt. Seine Sehnsucht nach Rache ist so unbeschreiblich groß und doch ist seine Schwäche gegenüber seinem Hassobjekt M sein Tod. Diesen Tod führt Bond in the old way herbei und in diesem Sinne steht der ganze Film für eine Rückbesinnung auf vergangene Zeiten ohne jedoch die Neuen völlig zu negieren. Es geht nur um ganz bewusste Entscheidungen gegen die völlig digitalisierte und globalisierte Welt. Das gelingt dem Film mit bravour und man mag gespannt sein mit der neuen Ära, die dort angebrochen ist: neue Darsteller mit Ralph Fiennes und Naomi Harris; alte Strukturen und Rückbesinnung auf Stärken. Im Grunde führen die Produzenten ihren Weg seit Casino Royale konsequent weiter und können sich aufgrund des ungeheuren Erfolgs mehr als bestätigt fühlen. Man mag gespannt sein. (T.O.)

Quellen und Verweise: 

Erste Lektüre: Skyfall, Regie: Sam Mendes, Digital, Bonn: Kinopolis 04.11.2012; (Orig. GB 2012).
Zweite Lektüre: Skyfall, Regie: Sam Mendes, BluRay, 20th Century Fox 2013, Kriftel: 22.04.2013; (Orig. GB 2012).