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Notes on a scandal (Richard Eyre, 2006)



Land: Großbritannien; AKA: Tagebuch eines Skandals
Regie: Richard Eyre; Drehbuch: Patrick Marber; Kamera: Chris Menges; Musik: Philip Glass
Darsteller: Judi Dench, Cate Blanchett, Tom Georgeson u.a.
imdb.com
Taxonomie: 

Ein psychologisches und intimes Spiel bis aufs Äußerste. Judi Dench und Cate Blanchett in einem Dialog der Generationen und Weltbilder. Oder auch der Stilbildungen. Das diametrale Schauspiel als Wechselwirkung meiner Emotion. Die Spannung bis ins Unendliche hoch getrieben. Mehr jedoch geht es um eine fiktive Konstruktion von Homogenität. Diese Homogenität entsteht im Bruch mit der Erwartung als Betrachtender. Dieser Bruch ist Ausdruck in Intention und Reaktion von Denchs Figur (als sie ihre Kollegin beim Sex mit einem Schüler beobachtet). Sie vereinnahmt sie sich, um ihre Macht zu stärken, sie als Person in Besitz zu nehmen; nicht mehr allein zu sein. Das tief in die Psyche eintretende Schauspiel von Dench ist ganz im englischen Klischee verortet: reserviert, bedacht, nuanciert und kleinteilig. Im Kontrast dazu gönnt uns Cate Blanchett die notwendige Emotion, die Gier nach Lebenslust und der bedingungslose Ausdruck dessen, was in ihren Launen liegt, ohne Kompromisse, ohne Rückzug. Dass sie mit diesem nur scheinbar leicht-sinnigen Spiel auf offene Arme in Denchs ruhiger und reservierter, jedoch bis aufs Äußerste interessierte Haltung stößt, ist der Schlüssel für die Spannung und Qualität der Filmbilder. Freilich gibt es bei Barbara Covett eine Vorgeschichte zu ihren besitzergreifendem Verhalten wie auch bei Sheba Hart in ihrer Impulsivität. Das alles sind jedoch marginale Bemerkungen, die hinter der Bedingungslosigkeit des Schauspieldialogs zwischen Blanchett/Dench zurücktreten. Da mag mich dann auch das Ende irritieren, indem man versucht die Geschichte im Sinne eines öffnenden Endes einfach weiter zu schreiben mit einer anderen Gegenspielerin. Das braucht dieses Kammerspiel kaum. Überhaupt negiert sich alles um diese Beiden, selbst die liebevolle Darstellung von Bill Nighty als große Vaterfigur – verrückt, spielerisch, kindisch und letzten Endes jähzornig und dann gnädig mit seiner sühnenden Frau. (T.O.)

Quellen und Verweise: 

Das Tagebuch eines Skandals, Regie: Richard Eyre, DVD-Video, Twentieth Century Fox 2009, Kriftel: 18.03.2013; (Orig. Notes on a scandal UK 2006).