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amore molesto, L' (Mario Martone, 1995)

Taxonomie: 

Rückblenden. Traumbilder. Hin und Her. Ein Wechselspiel zwischen Zeiten und Erinnerungen, zwischen Erlebtem und Ausgedachten. Das Ausgedachte legt den Mantel um unterdrückte Wahrheiten, die so tief sitzen in einem oder in ihrem selbst. Das spürt sie und danach sucht sie. Amalia oder Delia. Auch hier unterdrückt sie Buchstaben, bekennt sich nicht zu ihrer Identität, so lange sie nicht diesen Abgrund für sich aufgedeckt hat. Diese Figur ist so vielschichtig wie diese Schauspielerin hergibt und das ist eine ganze Menge. Es ist freilich auch ein Film über die italienische Landschaft und Urbanität in Neapel, vor allem eine Elegie auf die Schönheit der Frau und die Inakzeptanz sowie Borniertheit der Männer. Machohafte Strukturen sind so lächerlich und so wirken sie auch. Die Pädophilie wird nur dezent angeschnitten, nicht ausgestellt und das macht sie so real. Nimm ihn in den Mund, Kleine! Das kann jeder sagen und das kann jeder machen. Die Kinder wissen natürlich nicht damit umzugehen. Das eigentliche Thema ist jedoch der falsche – also sicher unbewusst falsche Umgang damit, weil man sich in nicht intakten Beziehungen befindet. Das zeichnet Martone wunderbar. Delia spielt diesen Zwiespalt völlig unprätentiös, völlig abseits jeden Klischees. (T.O.)

Quellen und Verweise: 

L‘amore molesto, Regie: Mario Martone, 35mm, Lausanne: Cinémathèque suisse 14.04.2012; (Orig. IT 1995).