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Jodaeiye Nadar az Simin (Asghar Farhadi, 2011)



Land: Iran
Regie: Ashgar Farhadi; Drehbuch: Asghar Farhadi; Kamera: Mahmoud Kalari; Musik: Sattar Oraki; Schnitt: Hayedeh Safiyari
Darsteller: Peyman Moaadi, Leila Hatami, Sareh Bayat u.a.
imdb.com
Taxonomie: 

Frau und Mann. Ein Ehepaar. Eine Trennung, die im Grunde genommen zu Beginn des Films vollzogen werden sollte und deren Prozess tatsächlich den ganzen Film über andauert: in den Köpfen der Protagonisten Nadar und Simin. Die vorläufige, räumliche Trennung wird am Ende auch vor Gericht vollzogen und Raziehs Entscheidung bei wem sie leben will, spart der Film aus. Diese Intimität gibt der Film dem Betrachtenden nicht preis, obgleich der gesamte Film auf die Inszenierung einer sehr detaillierten Intimität abzielt. Insofern ist das eine wichtige, dramaturgische Entscheidung, die Farhadi trifft, sodass man als Betrachtender merkt, das man nicht Teil dieser Geschichte ist. Man ist nur Beobachtender, der von der Filmkamera abhängig ist. Geziegt wird eine persische Familie, die von Charakteren durchzogen ist, welche auf ihre Individualität, ihren Willen bauen. Das ist für die muslimische Kultur eine Besonderheit und somit ein starkes Signal des Films. Die Disparität zu traditionelleren Familiengefügen ist stets thematisiert und doch offenbart gerade die Fürsorge und Selbstverständlichkeit der Pflege des Vaters oder Großvaters das traditionelle Werteverständnis in dieser arabischen Kultur. Mit diesen beiden Extremsituationen beginnt ein schwieriger Spagat der Handelnden, die ihre Ideale nicht verlieren wollen und gleichzeitig für ihre Überzeugungen kämpfen. Das wurde von Farhadi so deutlich und präzise heraus gearbeitet, vor allen Dingen teilweise sehr subtil, dadurch das die Tochter Razieh oftmals entscheiden darf und damit in ihrer Mündigkeit bestätigt wird. (T. O.)

Quellen und Verweise: 

Jodaeiye Nadar az Simin, Regie: Asghar Farhadi, DVD-Video, AL!VE 2012, Alfter: 16.11.2012; (Orig. IR 2011).