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Changeling (Clint Eastwood, 2008)



Land: USA; AKA: Der fremde Sohn
Regie: Clint Eastwood
imdb.com

Von einem Moment auf den anderen: Ein Kind ist verschwunden und die Gewissheit um sein Schicksal nicht gegeben. Eine Tragik ohnegleichen. Melodramatisch das Schauspiel von Angelina Jolie – gefühlsbetont, hoch emotional, stilisiert. Die späten 1920er Jahre in den Vereinigten Staaten, Los Angeles. Das verkörpert sie makellos. Mit aller Kraft kämpft sie gegen die Ungewissheit zum Schicksal ihres Sohnes und wälzt in ihrem unaufhörlichen Protest den Polizeiapparat um. Darüber hinaus lebt dieser Film natürlich von der Unfassbarkeit der Geschichte und der zurückgenommenen Filmuntermalung, die ganz zart und leise das Filmbild kommentiert. Zur Inszenierung ist insofern unkonventionell für das amerikanische Kino, als die eigentliche Tat (der Massenmord) nicht übertrieben in Darstellung gepresst wird. Der Horror findet im Kopf des Kinozuschauers statt: die Imagination, das Auffüllen. Viel wichtiger als diese Gräueltaten ist das Handeln von Mrs. Collins – unerbittlich, furchtlos. Ihre Kraft und ihr Glauben bleiben nachhaltig in meinem Kopf, nicht der Mord mit der Axt, nicht das amerikanische Motiv des Serienmords. Das Verschwinden und die Suche als Träger der Spannung: Gelöst ist diese Spannung nicht zu 100%, weil die absolute Klarheit hinsichtlich der Ereignisse fehlt. Tief in der Psyche von Mrs. Collins verankert, komme ich von diesem Thema, dieser Suche nicht fort, bin darin gefangen. (T. O.)

Quellen und Verweise: 

Der fremde Sohn, Regie: Clint Eastwood, Blu-ray, Universal 2009, Alfter: 16.11.2012; (Orig. Changeling, US 2008).
Vgl. Julian Hanich/Hans Jürgen Wulff (Hg.): Auslassen, Andeuten, Auffüllen. Der Film und die Imagination des Zuschauers. München: Fink 2012.