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7 Women (John Ford, 1965)

Land: USA; AKA: Sieben Frauen
Regie: John Ford
Darsteller: Anne Bancroft, Sue Lyon, Margaret Leighton u.a.
imdb.com
Taxonomie: 

Erst drei, dann vier, dann fünf und schließlich acht Frauen befinden sich in einer Mission an der mongolisch-chinesischen Grenze, die von einer Rebellengruppe um Tunga Khan bedroht wird. Am Ende des Films werden sieben Frauen die Mission verlassen und so kommt es zum Titel des Films. John Ford zeichnet mit seinem letzten motion picture eine Welt, die in einer Fremde, in der Exotik stattfindet, ohne Möglichkeit Werte zu vermitteln, weil die Welt selbst an diesem entlegenen Ort so verkommen ist, dass der Glaube an das Gute im Menschen nicht mehr möglich ist. Gut ist nur das Opfer, das man zu geben bereit ist. Dr. Cartwright opfert sich als Frau und schließlich auch ihr Leben. Sie begeht eine Sünde sich selbst zu morden und doch ist nichts mit mehr Verständnis verbunden als dieser Akt in dieser Situation: nach Vergewaltigung, Unterdrückung und Gewalt. Den Respekt zu sich selbst verliert diese Figur nie, selbst dann nicht, als sie gebrochen wird: Respekt für den Selbstmord – Zeichen ihrer Stärke, ihrer Selbstachtung. Ford besetzt diese Figur mit Anne Bancroft (Schauspielerin der Stunde) – provokant, energisch, vorbildlich, individuell. Feminismus pur. Sie ist nach ihrer Ankunft scheinbar der Unruhestifter der Mission, der alle aufgebauten christlichen Wertestrukturen mit einem Schlag wuchtig auseinanderbricht – rauchend, trinkend, kämpfend. Am Ende stirbt sie auch für ihre Profession ihres Lebens, in dem sie sieben Frauen und einem kleinen Baby die Freiheit ermöglicht. Fords Inszenierung ist ein bitterer Abgesang an Lebenswertes trotz der starken Figur von Bancroft – kritisch, provokativ, diskursiv. Dafür findet er trotzdem so bunte Farben, dass der Kontrast zwischen Inhalt und Ästhetik sich wuchtig in mein Herz als Zuschauenden drängt. (T. O.)

Quellen und Verweise: 

7 Women, Regie: John Ford, 35mm, Paris: Cinémathèque francaise 17.01.2015; (Orig. US 1965).