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White/Black (Sam Graf, 2011)

Taxonomie: 

Die Wahrnehmungskonventionen umkehren. Die eingeschlichene Routine hinterfragen. Das passiert durch das Umdrehen der Lautsprecher und des Flachbildschirms. Mir gefällt diese Form der Präsentation seines Videos, weil es mich besonders überrascht. Loop, Plätschergeräusche und weiße Blitzeffekte am Rand des Flachbildschirms quellen heraus: all das imponiert. Das gibt der Installation den besonderen Kick. Dadurch wird sie auch lebendig. Der halbdunkle Raum bekommt eine Atmosphäre. Aber irgendwie glaube ich, dass die Wirkung besser wäre, wenn es sich um einen absolut verdunkelten Raum handeln würde. Der Effekt wäre meines Erachtens noch intensiver, noch überraschender. Der Effekt des Schwarz und des Weiß würde unterstrichen werden, wobei jetzt die Tendenz in verschiedene Grautöne geht. Das hat auch seine Berechtigung wenn man an alte Filme oder das s/w Fernsehen denkt. In weiter Ferne erinnert mich das sehr an Kubelkas Arnulf Rainer, zurückgenommener Rhythmus und mit Effekten gesteuerte Wahrnehmung. Ich könnte stundenlang hier sitzen und dieser einminütigen Erfahrung 24h frönen.

Quellen und Verweise: 

Sam Graf, White/Black, Plasmascreen, Computer und Lautsprecher, CentrePasqueArt: Biel/Bienne 16.05.2012.