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Stillleben mit der Hündin und ihren Jungen, dem Koch und der Köchin (Frans Snyders, um 1625)

Taxonomie: 

Eine bigotte Dramatik der Fleischeslust. Lust nach Fleisch. Der Mensch als fleischfressendes Ungeheuer. Lustvoll. Fast erotisch. In einer Liebesbeziehung steckend. Das Fleisch hängt im Raum, ist prominent in den Vordergrund gerückt; im Mittelpunkt das reine Fleisch. Überall hängender Tod. Überall Kadaver. Stillleben, Tiere in Ruhe versetzt; weil man hat sie ja getötet. Essbar machend. Dramatik am rechten Rand des Bildes: ein bissig gieriger Hund; den anderen Hund verdrängend; seine Kinder schützend; kontrastiert von der harmonischen Erotik der Kochenden. Die wollüstige Fleischeslust: mehr als stilles, totes Leben; mehr als abgestorbenes und ermordetes Fleisch. Eine ganz große Zeremonie.

Quellen und Verweise: 

Frans Snyders, „Stillleben mit der Hündin und ihren Jungen. um 1625“, Dresden: Gemäldegalerie Alte Meister 13.03.2011.
Abb.: Frans Snyders, "Stilleben mit Hündin", prometheus.de, http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/show/Image-dresden-d8ac2bd2..., 19.09.2011.