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Fehlermeldung

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Die Pest (Arnold Böcklin, 1898)

Taxonomie: 

Es ist bezeichnend, dass die Pest, also eine Krankheit eine menschliche Gestalt annimmt. Sie hat eine Sense in den Händen und reitet auf einem Fabelwesen, fliegend mit langem Hals und spitzem Maul, der gefräßig nach Menschen hascht. Die gesamte Figur reißt alles um sei herum in den Tod und ist somit absolut vom Sterben und dem Leiden umgeben. Eine grausame Atmosphäre im Bild deren Fluchtpunkt in der Gasse nicht existiert. Man verliert sich in dem versteinerten Leichenweg. Die Gasse selbst nimmt auch nach vorne, also hin zum Betrachtenden kein Ende ein. Die Pest holt sie alle. Auch deshalb scheint sie in überlegener Position dargestellt zu sein – und wie kann das besser gehen als mit einer fliegenden Stellung. Gefolgt von einem enormen Luftsog, den sie hinter sich herzieht – grausame Gestalt; grausamer Bildeindruck auf dem man sich ungern einlässt. Darin liegt in meinen Augen eine ambivalente oder kontrapunktische Qualität in Böcklins Arbeit. Das Grauen und vielleicht auch Gewalt (wobei oft in Allegorie verhüllt) so präzise und atmosphärisch darstellen zu können: derjenige der sich darauf einlassen mag, belohnt sich selbst, andere schreiten einfach vorüber. (T.O.)

Quellen und Verweise: 

Arnold Böcklin, Die Pest, Basel: Kunstmuseum 28.05.2012.